Gas-NT-Kessel



Moderne NT-Kessel (Niedertemperaturkessel) arbeiten mit Wirkungsgraden von 92-96% (abhängig von ihrer Abgasanlage). NT-Kessel fahren heute gleitende Kesseltemperaturen zwischen 45 und 75°C. Ihre Bauweise ist so konzipiert, dass selbst bei Niedrigtemperaturen  Abgase im Kessel nicht kondensieren können. Bei heutigen Gasheizkesseln werden überwiegend 'atmosphärische Kessel' eingebaut. Ein Vorteil hierbei ist die geringe Störanfälligkeit durch kaum bewegbare Teile (ölbrenner weisen z.B. eine höhere Störanfälligkeit aufgrund von Verschleiß an beweglichen Teilen). Die Verbrennungsluft wird einfach durch den Dichteunterschied der Verbrennungsluft und der heißen Abgase angesaugt.
Dadurch treten bei einem Austausch alter Heizungsanlagen häufig Probleme auf, da die Abgastemperatur dabei stark gesenkt wird und es zur Versottung des Schornsteins kommen kann.

Die Kesseltemperatur wird über einen Außenfühler so eingestellt, dass die Anlage zu jeder Außentemperatur eine entsprechende Vorlauftemperatur fährt (Bei älteren Kesseln wurde, auch wenn es draußen nur 10°C waren, Vorlauftemperaturen von bis zu 75°C gefahren. Dabei hätten Vorlauftemperaturen von ca. 50°C vollkommen ausgereicht - dies bedeutet eine Energieeinsparung bis zu 15%!

Bild: Gas-NT-Kessel

Bei Atmosphärischen Gasbrennern ist darauf zu achten, dass die Brenner möglichst groß sind, um die thermischen Belastungen einer Flamme auf den Brenner möglichst gering zu halten. Das sorgt für eine lange Lebensdauer.

Gasgebläsebrenner kommen heute so gut wie gar nicht mehr zum Einsatz (erst wieder ab Leistungen über 70 KW).