Öl-NT-Kessel



Die Wirtschaftlichkeit eines Öl-Kessels hängt im wesentlichen von zwei Faktoren ab:

1. der Kessel selber (Bauweise, Guß oder Stahl, Stahlguß)

Moderne NT-Kessel (Niedertemperaturkessel) arbeiten mit Wirkungsgraden von 92-96%. Das hängt auch von ihrer Abgasanlage ab. NT-Kessel fahren heute gleitende Kesseltemperaturen zwischen 45 und 75°C. Ihre Bauweise ist so konzipiert, dass selbst bei Niedrigtemperaturen das Abgas nicht Kondensieren kann. Bei einem Ölheizkessel aus Stahl, verwendet man daher meist eine Heisebrennkammer. Die Wärme dieser Kammer gibt nun gleichmäßig Wärme an den Kessel ab (vor allem aber an den Rücklauf damit dort das Heiseabgas nicht kondensiert und der Kessel feucht wird).

Bei einem Ölheizkessel aus Guß wird das Abgas auch durch Turbolatoren geführt, so dass sie sich sehr stark abkühlen.
Dadurch treten bei einem Austausch der Alter Heizungsanlagen häufig Probleme auf, weil die Abgastemperaturen sehr stark gesenkt werden und es zur Versottung des Schornsteins kommt

2. der Brenner mit den Unterscheidungen: Gelb-, Transparent- und Blaubrenner

A) Gelbbrenner

Beim Gelbbrenner wird der Ölnebel so verbrannt, dass die Flamme gelb leuchtet. Der Ölnebel wird einfach in den Brennraum gesprüht und gezündet bzw. verbrannt. Hierbei benutzt man Ölzerstäubungsdüsen, die als Vollkegeldüsen bezeichnet werden. Es gibt auch heute noch Hersteller, die die Gültigen Abgasnormen erfüllen. Die Frage ist nur: Wie lange?

B) Transparentbrenner

Beim Tranzparentbrenner wird der Ölnebel nicht einfach in den Brennraum gesprüht, sondern die Flamme wird in ein vor dem Brenner montiertes Rohr gesprüht. Dieses Rohr kühlt nun die Flamme soweit herunter, dass sie transparent erscheint. Es werden nun weniger Schadstoffe, wie Ruß und NO ausgestoßen.
Das können Sie selbst mit einem Feuerzeug ausprobieren: Halten Sie einfach einen Metallstift in die gelbe Flamme. Sie werden sehen, dass die Flamme nun nicht mehr gelb verbrennt.
Bei diesem Verfahren werden meist halbhohle Ölzerstäubungsdüsen verwendet. Dadurch, dass die Düsen halbhohl sind, entsteht eine zusätzliche Rotation und die Flamme verweilt länger in dem anmontieren Brennerrohr. Diese Brenner erfüllen viele Abgasnormen und Vorschriften, wie zum Beispiel das Umweltzeichen Blauer Engel. Sie sparen gegenüber einem Gelbbrenner bis zu 10% Heizöl.

Bild: Transparentbrenner

C) Blaubrenner

Beim Blaubrenner ist das Verbrennungssystem ähnlich wie beim Transparentbrenner. Hier wird die Flamme nun noch zusätzlich heruntergekühlt, weil das Brennerrohr so angeordnet ist, dass es zusätzlich zur Luft noch die Abgase zum zweiten Mal mitverbrennt. Man verwendet hierfür Hohlkegeldüsen, da diese noch mehr Rotation entstehen lassen. Die erneut verbrannten Abgase sind jetzt so sauber verbrannt, dass nur noch minimal Ruß im Kessel anfallen kann. Diese Brenner erfüllen die strengsten Abgasnormen und Vorschriften (zum Beispiel das Umweltzeichen blauer Engel, das Hamburger Förderprogramm) und sparen im Vergleich zu einem Gelbbrenner bis zu 15% Heizöl. Ein Nachteil ist allerdings die wesentlich höhere Geräuschentwicklung. Es empfiehlt sich daher ein Abgasschalldämpfer einzubauen.

Bild: Blaubrenner
Die Flamme wird optimal verbrannt fast wie bei Gas.


Egal für welche Technik Sie sich letztlich entscheiden, eine regelmäßige Wartung der gesamten Anlage spart Ihnen Zeit, Geld und Ausfälle ihrer Anlage wenn es draußen kalt ist.